Alex Popp verlässt den VfL Wolfsburg – Ein Abschied mit weitreichenden Folgen

Alex Popp verlässt den VfL Wolfsburg – Ein Abschied mit weitreichenden Folgen

Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Carl Zeiss Jena und dem VfL Wolfsburg war geprägt von Emotionen und dem Fehlen von Alexandra Popp. Trotz einer muskulären Verletzung, die sie seit Wochen plagt und sie bereits das Champions-League-Viertelfinale gegen Lyon kostete, war ihr Einfluss unübersehbar. Nach einem spannenden Elfmeterschießen (5:4) widmete Torhüterin Stina Johannes ihre Paraden der verletzten Stürmerin: „Für sie mussten wir das klarmachen.“ Popp, die in 14 Jahren beim VfL Wolfsburg 12 Tore und 4 Assists in dieser Bundesliga-Saison erzielte, ist mehr als nur eine Spielerin; sie ist eine Ikone des deutschen Frauenfußballs. Ihr bevorstehender Wechsel zu Borussia Dortmund im Sommer, begleitet von Ralf Kellermann, dem Direktor Frauenfußball in Wolfsburg, signalisiert das Ende einer Ära, die Wolfsburg zur europäischen Top-Adresse im Frauenfußball gemacht hat. Obwohl der Frauenfußball in Deutschland professioneller geworden ist, bleibt die Frage der Sichtbarkeit ungelöst. Der FC Bayern München dominiert die Liga, doch Popp war das Narrative, das Identifikation schuf. Jena-Trainer Florian Kästner merkte nach dem Halbfinale an, dass sein Team nur „ein Schuss vom Finale entfernt“ war, was die gegenwärtigen Schwierigkeiten des VfL verdeutlicht. Das bevorstehende Pokalfinale am 14. Mai in Köln könnte Popps letzte große Chance im Wolfsburger Trikot sein. Ihr eigener Kommentar bei Sky, „Wir hoffen, dass es bis zum Pokalfinale reicht“, spiegelt die Dramatik ihrer Situation wider. Der Frauenfußball in Deutschland steht vor der Herausforderung, nach Popps Abgang eine neue Identifikationsfigur zu finden, die auch über die Kernfans hinaus strahlt.

Source: Fever Pit'ch - 2026-04-06