Frankreichs Biathlon-Team verliert Schlüsselspielerin Justine Braisaz-Bouchet

Frankreichs Biathlon-Team verliert Schlüsselspielerin Justine Braisaz-Bouchet

Justine Braisaz-Bouchet bereitet sich außerhalb der Verbandsstrukturen auf die kommende Biathlon-Saison vor. Frankreichs Cheftrainer Cyril Burdet bedauert den Verlust der Athletin: "Natürlich bedauern wir den Verlust, denn wir verlieren eine wichtige Stütze des Teams, eine herausragende Athletin mit unglaublichem körperlichen Potenzial", äußerte sich Burdet gegenüber dem "Nordic Magazine". In den letzten Jahren war Braisaz-Bouchet im täglichen Training eine echte Triebkraft für das gesamte Team. Burdet betonte weiter: "Wir unterstützen ihr Projekt voll und ganz und sind uns einig", und fügte hinzu, dass sie "Mitglied der französischen Nationalmannschaft" bleibe und das Team ihr bei Bedarf zur Seite stehe. Allerdings gibt es für Braisaz-Bouchet keine Einsatzgarantie. Stéphane Bouthiaux, der französische Sportchef, erklärte: "Sie muss uns beweisen, dass sie fit genug für den Weltcup ist. Sie wird nicht nominiert, sondern muss uns erst zeigen, dass sie fit ist." In der letzten Biathlon-Saison blieb die 29-Jährige hinter ihren Möglichkeiten zurück und beendete den Gesamtweltcup auf der elften Position. Bei den Olympischen Winterspielen erzielte sie enttäuschende Platzierungen mit Rängen von 80., 62. und 27. in Antholz. Burdet sagte dazu: "Am Ende der Saison waren wir uns einig, dass die Ergebnisse trotz all ihrer Bemühungen nicht ihrem Potenzial entsprachen." Ihre Trefferquote im Liegendschießen lag bei 76 Prozent und im Stehendschießen bei 79 Prozent, was nicht ihrem tatsächlichen Können als Massenstart-Olympiasiegerin von 2022 entspricht.

Source: sport.de - 2026-06-19