Borussia Dortmund krönt sich 1997 zum Champions-League-Sieger gegen Juventus Turin

Am 28. Mai 1997 feierte Borussia Dortmund den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte, als sie im Champions-League-Finale im Münchner Olympiastadion den italienischen Top-Klub Juventus Turin mit 3:1 (2:0) besiegten. Dies war der erste und bis heute einzige Titel für den BVB in der Champions League. Die Dortmunder Mannschaft, unter der Leitung von Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld, setzte sich aus erfahrenen Spielern zusammen, die zuvor bereits zweimal die deutsche Meisterschaft gewonnen hatten. Zu den Schlüsselspielern gehörten Torwart Stefan Klos, Defensiv-Strategen Jürgen Kohler und Matthias Sammer, das Mittelfeld-Ass Andreas Möller sowie die Torjäger Stephane Chapuisat und Karl-Heinz Riedle. Juventus, als Titelverteidiger in die Champions League gestartet, stellte ebenfalls eine Weltklasse-Mannschaft auf, zu der auch Zinedine Zidane und Didier Deschamps gehörten. Im Finale eröffnete Karl-Heinz Riedle in der 29. Minute den Torreigen, nachdem er eine Hereingabe von Paul Lambert verwertete. Nur fünf Minuten später erhöhte Riedle per Kopfball nach einer Ecke von Andreas Möller auf 2:0. Juventus setzte nach dem Rückstand alles auf eine Karte, doch die Dortmunder Defensive hielt stand, bis Alessandro Del Piero in der zweiten Halbzeit den Anschlusstreffer erzielte. Die Entscheidung fiel durch den erst 20-jährigen Lars Ricken, der nach nur 15 Sekunden auf dem Platz mit einem legendären Lupfer über den Juve-Torwart Angelo Peruzzi auf 3:1 stellte. Ricken reflektierte: "Wenn du einen Ball bekommst, schieß ihn sofort aufs Tor." In den letzten 20 Minuten verteidigte der BVB leidenschaftlich den Vorsprung und feierte schließlich den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, der bis heute unübertroffen bleibt.
Source: sport.de - 2026-05-31