Reiner Calmunds geheime Angebote: Hertha und die Machtspiele bei Bayer 04 Leverkusen

Reiner Calmund, eine prägende Figur von Bayer 04 Leverkusen, hat in einem aktuellen Podcast über seine Karriere und die Angebote anderer Vereine gesprochen. Während seiner Zeit im Verein, die 1976 begann und 2004 endete, war Calmund mit mehreren Wechselmöglichkeiten konfrontiert. Drei Klubs hatten ernsthaft Interesse an ihm: FC Köln: Der Klub seiner Kindheit. Nach der Absage an den FC trank Calmund laut eigener Aussage drei Flaschen Wein. FC Schalke 04: 1990 war Präsident Günter Eichberg während der WM in Italien persönlich um ihn bemüht, doch die Chemie stimmte nicht. Hertha BSC: Calmund hatte immer einen Koffer in Berlin und war gerne dort. Die Vermarktungsseite von Hertha, unterstützt von Bertelsmann, machte ihm ein konkretes Angebot. Calmund war bereit, den Wechsel zu vollziehen, doch hinter den Kulissen geschah etwas Unvorhergesehenes. Jürgen von Einem, Sportbeauftragter des Bayer-Vorstands, informierte den Vorstandsvorsitzenden Manfred Schneider über die Entwicklung. Calmund beschreibt die Situation: „Ihr Kollege holt uns hier den Mann weg, und zwar hinter Ihrem Rücken.“ Dies führte dazu, dass er letztendlich in Leverkusen blieb. Er selbst wurde in die Entscheidung nicht einbezogen und beschreibt die Situation als: „Dampf auf einer Ebene, wo ich nichts zu sagen hatte.“ Obwohl Calmund nie zu Hertha wechselte, klingt in seinen Worten keine Bitterkeit an. Er betont, dass er auch andere Angebote hatte, blieb jedoch bis zu seinem Rücktritt 2004 in Leverkusen, ohne die Entscheidung selbst getroffen zu haben.
Source: Fever Pit'ch - 2026-08-25