Überraschend ruhige DFB-Pokal-Erstrunden ohne VAR und die Fans protestieren

In den letzten Tagen fanden 30 Erstrundenspiele im DFB-Pokal statt, und die Schiedsrichter überzeugten durch weitgehend korrekte Entscheidungen, trotz des Verzichts auf den Video-Assistenten (VAR). Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB Schiri GmbH, äußerte sich positiv: "Wir freuen uns, dass die Spiele so glatt gelaufen sind." Es gab keine strittigen Szenen, die einen VAR-Eingriff notwendig gemacht hätten. Gleichzeitig nutzen viele Fans die Pokalspiele, um gegen den VAR zu protestieren. Auf Spruchbändern war zu lesen: "Fußball, wie er sein sollte." Der allgemeine Konsens unter den Fans ist, dass der VAR den emotionalen Moment des Torjubels zerstört. Die Erstrundenpartien fanden oft in kleinen Stadien ohne notwendige Infrastruktur statt, was den Einsatz des VAR verhinderte. Für die zweite Runde ist jedoch eine Neuerung geplant: Erstmals in der DFB-Pokal-Geschichte wird der VAR ab dieser Runde zum Einsatz kommen, was eine Reaktion auf die vielen Fehlentscheidungen des Vorjahres darstellt. Max Eberl, Sportvorstand von Bayern München, und Lukas Kwasniok, Trainer von 1. FC Köln, hatten im Vorjahr gefordert, den VAR früher einzusetzen. Eberl betonte: "Ich bin ein Freund vom Video-Assistenten. Ich glaube schon, dass ein Video-Assistent ab der zweiten Runde hilfreich wäre." Feuerherdt betonte, dass Schiedsrichter auch ohne VAR zurechtkommen können. Er kommentierte die anhaltenden Diskussionen um den VAR gelassen: "Wir kennen das in schöner Regelmäßigkeit in beide Richtungen." Für die kommende Bundesligasaison plant die UEFA, den VAR seltener eingreifen zu lassen. Die neue Richtlinie besagt, dass der VAR nur bei offensichtlich falschen Entscheidungen eingreifen soll. Trotz dieser Veränderungen bleibt der Torjubel weiterhin unter Vorbehalt, da jedes Tor auf mögliche Vergehen überprüft wird.
Source: Sportschau - 2026-08-25