Ferrari-Star Leclerc kritisiert den neuen Reizverlust in der Formel 1

Ferrari-Star Leclerc kritisiert den neuen Reizverlust in der Formel 1

Die Formel 1 befindet sich aufgrund ausgefallener Rennen in Nahost in einer frühen Saisonpause, doch die Diskussionen über das neue Regelwerk nehmen kein Ende. Lando Norris, der Weltmeister, äußerte kürzlich, dass die neuen Vorschriften dazu führen, dass die Fahrer mehr als Energiemanager agieren, was „versehentliche Überholmanöver“ begünstigt. In ähnlicher Weise bringt auch Charles Leclerc, der Star von Ferrari, seine Bedenken vor. Sein Fokus liegt insbesondere auf dem Qualifying, wo es nicht mehr darum gehe, ans Limit zu gehen, sondern Energie zu sparen. Er betont: „Man will eigentlich rausgehen und Dinge ausprobieren, die man noch nie probiert hat. Risiken eingehen, die man vorher nie eingegangen ist – genau das war immer das Belohnendste in unserer Karriere. Aber das ist jetzt nicht mehr möglich." Die Kritik von Leclerc bezieht sich auf das komplexe System zur Energie-Rückgewinnung, das ein Umdenken der Fahrer erfordert. Zu viel Risiko kann brutal bestraft werden, was in den letzten Rennen deutlich wurde, als Autos auf schnellen Passagen plötzlich an Energie verloren. Diese Situation birgt nicht nur sportliche, sondern auch erhebliche Sicherheitsbedenken. Unfälle wurden oft nur durch schnelles Reagieren vermieden, wenn ein führendes Auto plötzlich langsamer wurde. Für Leclerc ist dies ein klarer Rückschritt für den Sport. Statt spektakulärer Grenzerfahrungen zählt nun vor allem sauberes, fehlerfreies Fahren und eine zurückhaltende Nutzung der Elektro-Energie.

Source: sport.de - 2026-04-17