Mercedes trifft umstrittene Entscheidung beim Großen Preis der Niederlande

Beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort kam es in den letzten Runden zu einem entscheidenden Moment. Nach einem Vorfall zwischen den beiden Williams-Fahrern wurde ein virtuelles Safety-Car aktiviert. Kimi Antonelli nutzte die Gelegenheit, um frische Reifen zu holen, während sein Teamkollege George Russell mit alten Reifen weiterfahren musste und Antonelli passieren lassen sollte. Trotz der vorherigen Ankündigungen von Mercedes, das WM-Duell zwischen Russell und Antonelli auf der Strecke auszutragen, griff das Team in dieser kritischen Phase ein. In Runde 70 kam es zu dem Vorfall, der die Strategie des Teams beeinflusste. Russell erhielt die Anweisung, Antonelli vorbeizulassen, was er zunächst hinterfragte, dann aber umsetzte. Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, erklärte die Entscheidung: "Diese Entscheidung sieht von außen betrachtet schwierig aus, von innen jedoch nicht." Er betonte, dass der Plan des Teams darin bestand, die schnellen Ferraris, die auf P4 und P5 lagen, nicht die Chance auf das Podium zu geben. Wolff fügte hinzu: "Es spielt keine Rolle, wer in der Meisterschaft vorne liegt, es geht darum, die bestmöglichen Positionen zu sichern." Die Strategie erwies sich als erfolgreich: Lando Norris sicherte sich den Sieg, während Antonelli und Russell das Podium komplettierten, ohne von den Ferraris überholt zu werden. Wolff resümierte: "Man hat einfach den sichersten Weg gewählt, um Punkte zu holen."
Source: sport.de - 2026-08-24