Kai Häfner beeindruckt mit 2.000 Toren und denkt über Comeback in der Nationalmannschaft nach

Im Herbst seiner Karriere zeigt Kai Häfner mit 36 Jahren eine beeindruckende Leistung in der Handball-Bundesliga. Der Rückraumspieler hat kürzlich die Marke von 2.000 Feldtoren überschritten und steht aktuell auf Rang zwei der Torschützenliste. Sein historischer Treffer fiel nach nur 51 Sekunden im Spiel gegen den THW Kiel, wobei Häfner selbst die Bedeutung dieses Moments zunächst nicht wahrnahm: "Da ist der Fokus schon woanders. Wir wollten endlich Kiel mal schlagen und ein gutes Spiel machen." Mit diesem Wurf hat sich Häfner in einen elitären Kreis eingereiht, in dem sich zuvor nur drei Spieler befanden: Holger Glandorf, Kyung-Shin Yoon und Christian Schwarzer. Häfner reflektiert über seine Karriere: "Hätte einem das jemand mit 18 gesagt... dann hätte ich gesagt, das ist nicht möglich." Insgesamt spielt Häfner seit 18 Jahren in der Bundesliga und hat für verschiedene Teams, darunter FRISCH AUF! Göppingen und MT Melsungen, gespielt. Der gebürtige Gmünder betont die Rolle seines Vaters, Wolfgang Häfner, der ihn von der Jugend bis zur A-Jugend trainierte. Aktuell erzielt Häfner in der laufenden Saison mehr Tore als je zuvor. Er teilt sich die Torschützenliste mit Weltstar Mathias Gidsel und hat in dieser Saison auch die Möglichkeit, Siebenmeter zu werfen, was seine Torstatistik verbessert hat. Trotz seiner Erfolge gibt Häfner zu bedenken, dass die Bezeichnung als "bester Kai Häfner aller Zeiten" nicht ganz fair sei. Er hat bereits 154 Mal für die Nationalmannschaft gespielt und war Teil der erfolgreichen Mannschaft, die Europameister wurde und Olympisches Silber gewann. Mit Blick auf die bevorstehende Heim-WM 2027 lässt Häfner die Möglichkeit eines Comebacks offen: "Kitzeln tut sowas immer, das muss ich schon zugeben." Seine aktuelle Form könnte ein Argument sein, um die Entscheidung, aus der Nationalmannschaft zurückzutreten, zu überdenken.
Source: Sportschau - 2026-03-28