Sven Schwarz dominiert Mittelstrecken, Florian Wellbrock kämpft mit Rückschlägen

Florian Wellbrock hat in den letzten Wochen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Der zehnfache Weltmeister und Olympiasieger von Tokio über die 10-km-Freiwasserstrecke konnte aufgrund von drei längeren krankheitsbedingten Pausen nicht optimal für die bevorstehenden Europameisterschaften trainieren. Trotz dieser Rückschläge äußerte Wellbrock in einem Interview mit der ARD-Sportschau: "Ich bin hochzufrieden, wenn ich unter diesen Umständen bei der EM unter die besten zehn auf der 10-km-Strecke schwimmen kann." Bei den Finals in Hannover stellte sich Wellbrock der starken Konkurrenz über die Mittelstrecken. Der Wettkampf um die 800 und 400 Meter wurde zusammengefasst, um einen Mittelstrecken-Sieger zu ermitteln. Die Experten hatten bereits vor dem Wettkampf keine Chancen für Wellbrock gesehen. Sven Schwarz setzte sich bei den 800 Metern durch und verwies Oliver Klemet auf den zweiten Platz, während Wellbrock Dritter wurde. Am Sonntag gewann Schwarz auch das 400-Meter-Rennen souverän vor Simon Reinke, der in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegte. Auch hier wurde Wellbrock erneut Dritter. Oliver Klemet, der am Samstag noch Zweiter über die 800 Meter wurde, verzichtete auf einen Start am Sonntag, um sich auf die EM vorzubereiten, wo er an mehreren Rennen teilnehmen wird. Der 19-jährige Johannes Liebmann war nicht in Hannover, hat jedoch kürzlich einen neuen Europarekord über 800 Meter aufgestellt und wird bei der EM als Favorit gelten. Im Freistil-Sprint setzten sich die Athleten in Hannover durch: Julianna Bocska gewann bei den Frauen vor Nina Jazy und Svenja Götting, während bei den Männern Josha Salchow als Schnellster vor Ole Eidam und Julian Koch ins Ziel kam.
Source: Sportschau - 2026-07-26