Morddrohungen gegen Southampton-Trainer Eckert nach Spygate-Skandal

Morddrohungen gegen Southampton-Trainer Eckert nach Spygate-Skandal

Die Folgen des Spygate-Skandals belasten Southampton FC erheblich: Der Klub musste vier Punkte abgeben, verlor ein Aufstiegsfinale und sieht sich einem finanziellen Verlust von geschätzten 200 Millionen Pfund gegenüber. Der Vorfall ereignete sich Anfang Mai, als ein Analyst des Klubs dabei erwischt wurde, wie er eine Trainingseinheit von Middlesbrough aus der Deckung eines Baumes filmte. Dies verstößt gegen die EFL-Regeln, die das Beobachten gegnerischer Einheiten innerhalb von 72 Stunden vor einem Spiel untersagen. Tonda Eckert, der Trainer von Southampton, schilderte die dramatischen Folgen in einem Interview. Auf die Frage nach Morddrohungen antwortete der 33-Jährige: „Ja, das konnte auch nicht mehr ohne Polizei ablaufen.“ Er gab an, dass er aus Angst nicht mehr selbst fahren möchte und berichtet von schlaflosen Nächten. Die unabhängige Disziplinarkommission stellte fest, dass es sich um einen gezielten Plan handelte, der vom Cheftrainer autorisiert wurde. Southampton gewann zwar das Playoff-Halbfinale, verlor aber im Finale gegen Hull City mit 0:1. Die Sanktionen für den Klub umfassen: Ausschluss aus dem Playoff-Finale am 19. Mai 2026 Punktabzug von -4 Punkten in der Saison 2026/27 Geldstrafe von 200.000 £ Eckert, der erst seit November die Profimannschaft trainiert, sieht sich der Verantwortung ausgesetzt und möchte das Vertrauen zurückzahlen. Trotz der Unterstützung des Eigentümers Dragan Šolak könnte die FA dennoch eine persönliche Sperre verhängen. Am 16. August startet Southampton mit einem Punktestand von -4 in die neue Saison.

Source: 90PLUS - 2026-08-04