Australien betont Vielfalt und Zusammenhalt vor WM-Auftakt gegen die Türkei

Die australischen Fußball-Nationalspieler, angeführt von Jackson Irvine, haben sich vor ihrem WM-Auftakt mit einer zunehmenden fremdenfeindlichen Stimmung auseinandergesetzt und betonen den Stolz auf ihre Herkunft. In einem am Freitag veröffentlichten Video sprechen die Socceroos über ihre Wurzeln und senden eine klare Botschaft: "Egal, woher man kommt, Fußball ist für alle da." Awer Mabil, Flügelspieler bei CD Castellón, erklärt: "Ich wurde im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia geboren. Meine Eltern stammen aus dem Südsudan." Lucas Herrington, mit simbabwischen Wurzeln, sagt: "Ich wurde in Brisbane, Australien, geboren." Aziz Behich fügt hinzu: "Meine Familie ist aus Zypern eingewandert." Jason Geria, der ugandische Wurzeln hat, erklärt: "Ich bin in Australien geboren." Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada findet unter dem Eindruck der aggressiven Einwanderungspolitik des US-Präsidenten Donald Trump statt, die seit Monaten in der Kritik steht. Auch in Australien gewinnen rechtspopulistische Kräfte an Einfluss. Beau Busch, Geschäftsführer der australischen Spielergewerkschaft PFA, lobte die Haltung der Spieler: "In einer Zeit, in der manche versuchen, uns zu spalten, sind die Socceroos ein starkes Beispiel dafür, wer wir als Nation wirklich sind." Vor der WM 2022 hatten die Australier bereits Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland Katar kritisiert. Jetzt beziehen Irvine und seine Mitspieler allgemeine Stellung zur aktuellen Situation. Australien startet am Sonntag (6.00 Uhr MEZ/MagentaTV) im kanadischen Vancouver gegen die Türkei in das Turnier. Weitere Gegner in Gruppe D sind die Co-Gastgeber USA und Paraguay.
Source: Fever Pit'ch - 2026-06-12