Berliner Polizist als Tatverdächtiger bei gewalttätigen Ausschreitungen identifiziert

Anfang Juni veröffentlichte die Berliner Polizei eine Fahndung nach 18 Tatverdächtigen im Zusammenhang mit den schweren Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Hertha BSC und Schalke 04 im Januar. Die Öffentlichkeit wurde um Mithilfe bei der Identifizierung gebeten, und bisher wurden zehn Tatverdächtige namhaft gemacht, während die Suche nach den restlichen acht Personen weitergeht. Laut Berichten könnte einer der identifizierten Tatverdächtigen ein Berliner Polizist sein, der an einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Charlottenburg beteiligt gewesen sein soll. Zu diesem Zeitpunkt war der Beamte außer Dienst. Die Polizeipressestelle erklärte, dass er "auf Videoaufnahmen bei einer etwaigen strafbaren Handlung aufgezeichnet worden sein könnte" – konkret bei den Ausschreitungen am Olympiastadion. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen und Hintergründen sind im Gange. Der Beamte wurde als Tatverdächtiger Nr. 16 identifiziert. Die Polizei prüft auch dienstrechtliche Maßnahmen gegen ihn. Bei den weiteren namhaft gemachten Tatverdächtigen handelt es sich um die Nummern 1, 4, 7, 10, 11, 13, 14, 15 und 18. Vor der Partie kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Polizei und Fans, was zu mehreren Festnahmen führte. 31 Hertha-Anhänger und 21 Polizisten wurden während des Konflikts verletzt, darunter auch Schwerverletzte. Die Fanhilfe kritisierte einen überharten Polizeieinsatz, während die Polizei massive Fangewalt beklagte. Inmitten des Chaos wurden Pfefferspray und Schlagstöcke von den Einsatzkräften eingesetzt.
Source: Fussballdaten - 2026-06-06