Südkoreas Joker Oh glänzt bei der WM nach geplatztem Wechsel zu Stuttgart

Südkoreas Joker Oh glänzt bei der WM nach geplatztem Wechsel zu Stuttgart

Geplatzter Mega-Deal statt VfB-Karriere Eigentlich sollte der 25-jährige Stürmer im Sommer vor der WM beim VfB Stuttgart landen – als teurer Nachfolger für Nick Woltemade, der in die Premier League wechselte. Rund 25 Millionen Euro Ablöse waren im Gespräch, der Wechsel von KRC Genk nach Stuttgart schien Formsache. Oh reiste zum Medizincheck an und absolvierte die üblichen Untersuchungen, alles sah nach Vollzug aus. Doch dann kam die Kehrtwende: Bei der Detailprüfung seines lädierten Knies – einem Kreuzbandriss vor rund zehn Jahren – stiegen die Zweifel. Die Ärzte stuften das Gelenk als Risiko ein, und der Deal platzte in letzter Minute. Statt Bundesliga wartete eine andere Bühne auf ihn. Neue Bühne Besiktas – und jetzt WM-Glanztag Oh wechselte schließlich für deutlich geringere Ablöse zu Besiktas Istanbul und erzielte in der SüperLig regelmäßig Tore. Dadurch spielte er sich für die Nationalmannschaft in den Vordergrund. Bei der WM kam er im Gruppenspiel gegen Tschechien als Joker – und was für einer. In der 69. Minute ersetzte er Superstar Heung-min Son und nur elf Minuten später drückte er eine Hereingabe von In-Beom Hwang über die Linie. Aus Einwechselspieler wurde Matchwinner, aus dem „Medizincheck-Flop“ der gefeierte Tor-Held. Südkorea sendet Warnsignal – Stuttgart darf schlucken Am Ende stand ein 2:1-Erfolg, der die Asiaten früh in eine gute Ausgangsposition in Gruppe A bringt. Hwang, der bereits den Ausgleich erzielt und den Siegtreffer vorbereitet hatte, wurde offiziell zum Spieler des Spiels gekürt – doch die Schlagzeilen gehörten Oh. Für ihn ist es der perfekte Konter auf die Zweifel an seiner Fitness. Beim VfB Stuttgart wird man sich unweigerlich fragen, ob man sich damals zu sehr von der Risikoanalyse leiten ließ, während Südkorea sich über einen Joker freut, der aus elf Minuten Einsatzzeit das Maximum macht.

Source: Fussballdaten - 2026-06-12