Vingegaards Giro-Sieg als Schlüssel zum Erfolg gegen Pogacar?

Vingegaards Giro-Sieg als Schlüssel zum Erfolg gegen Pogacar?

Jonas Vingegaard feierte beim Giro d'Italia 2026 einen historischen Triumph, der ihn in den erlesenen Kreis der Radprofis einreiht, die alle drei Grand Tours gewonnen haben. Mit diesem Erfolg sammelt der Däne wertvolles Selbstvertrauen für die bevorstehende Tour de France. Trotz Vingegaards herausragender Leistungen bleibt Tadej Pogacar ein ständiger Bezugspunkt. Der ehemalige Sprintstar und TNT Sports-Experte Robbie McEwen betont: "Wenn es keinen Tadej Pogacar gäbe, würden wir über Jonas Vingegaard möglicherweise als den größten Rundfahrer der Geschichte sprechen." Pogacar hat bereits den Giro und die Tour de France gewonnen, jedoch fehlt ihm noch die Vuelta. Vingegaard hat sich somit einen entscheidenden Vorteil verschafft, indem er die „Triple Crown“ vor seinem Rivalen vollendete. Matt Stephens, ein weiterer Experte bei TNT Sports, hebt die psychologische Dimension des Sieges hervor: "Dass Jonas das vor Tadej schafft, noch vor der Tour de France, kann man nicht hoch genug einschätzen." Er merkt an, dass Vingegaard in den letzten Jahren oft im Schatten von Pogacar stand. Trotz seiner Tour-de-France-Siege in 2022 und 2023 war die jüngere Vergangenheit stark von Pogacars Dominanz geprägt. Stephens sieht den Sieg beim Giro nicht als Schlag gegen Pogacar, sondern als Stärkung von Vingegaards Selbstvertrauen: "Das vor Tadej zu schaffen, ist ein Signal: 'Ja, ich habe es jetzt geschafft.'" McEwen fügt hinzu: "Das ist eine wirklich große Sache. Jonas ist ihm diesmal zuvorgekommen. Das ist etwas, das ihm sicherlich guttut."

Source: sport.de - 2026-06-01