Alexander Zverevs Herausforderungen im neuen ATP-Turnierkalender

Im August 2023 nahm Alexander Zverev am beliebten Video-Podcast „Nothing Major Show“ teil, wo er seine Vorliebe für kürzere Masters-Turniere äußerte. Zverev bevorzugt die alten Formate, die nur eine Woche dauerten, um sich weniger mit Training und Wartezeiten belasten zu müssen. Ab 2024 wird der Turnierkalender durch die OneVision-Strategie der ATP umgestaltet, die vor allem auf Profitmaximierung abzielt. Dies führt zu einer Reduzierung kleinerer Turniere und einer Verlängerung der Masters-Events auf nunmehr zwölf Tage. Zverev kritisierte diese Veränderungen offen: „Ich habe noch keinen Spieler sagen hören, dass er die zweiwöchigen Masters-Turniere liebt.“ Die Auswirkungen dieser Änderungen sind auch bei den BMW Open in München spürbar. Das Turnier hat sich von einem 250er- zu einem 500er-ATP-Turnier entwickelt, doch die Konkurrenz bleibt hart. Zverev muss seine Kräfte klug einteilen, um bis zu den French Open konkurrenzfähig zu bleiben. Zverev trifft im Halbfinale auf Flavio Cobolli und hat bereits seine Strategie angedeutet, indem er sagte: „Wenn die Resultate stimmen, werde ich vielleicht auch mal ein Turnier auslassen.“ Währenddessen setzen Spieler wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz auf eine selektive Teilnahme, um ihre Energien besser zu managen. Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, die der neue Turnierkalender für die Profis mit sich bringt, während sie versuchen, in einer zunehmend anspruchsvollen Tennislandschaft erfolgreich zu sein.
Source: SZ.de - 2026-04-17