FIFA und New Jersey im Konflikt über Transportkosten zur WM

Die FIFA sieht sich einem Konflikt mit dem Bundesstaat New Jersey gegenüber, da sie keinen finanziellen Beitrag für den Transport der Fans zu den WM-Spielen leistet. Mikie Sherrill, die Gouverneurin von New Jersey, erklärte: "Ich werde New Jerseys Pendler nicht jahrelang mit dieser Rechnung belasten." New Jersey muss eine Rechnung von 48 Millionen US-Dollar für den Transport begleichen, während die FIFA Einnahmen von 11 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Zugfahrten zu den Spielen im Stadion in New Jersey könnten laut The Athletic die Fans über 100 US-Dollar kosten, anstatt der üblichen 13 US-Dollar. Zu den Spielen gehören unter anderem das Match der deutschen Mannschaft gegen Ecuador am 25. Juni und das Finale am 19. Juli. Die FIFA wies darauf hin, dass bei der WM-Vergabe 2018 eine Vereinbarung über kostenfreien Transport getroffen wurde, diese jedoch später gelockert wurde, sodass Städte Fahrpreise erheben dürfen. Der Verband betont die positiven wirtschaftlichen Effekte des Turniers für die Gastgeber. Kritik kam auch von Kathy Hochul, der Gouverneurin von New York, die den hohen Preis für die Zugfahrt als "erschreckend hoch" bezeichnete. Die FIFA plant hohe Ticketpreise, beim Finale können reguläre Karten bis zu 11.000 US-Dollar kosten. Die Situation ist nicht nur auf New Jersey beschränkt. In Boston kündigten die Bahnbetreiber an, dass eine Fahrt zum Stadion während der WM 80 US-Dollar kosten könnte, im Vergleich zu 8,75 US-Dollar außerhalb von Spieltagen. Auch hier stehen Fans vor hohen Kosten für Tickets und Unterbringung.
Source: Sportschau - 2026-04-17